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VoRSTELLUNG

Die altorientalische Stadt Emar lag am Euphratknie im Nordwesten der heutigen Syrischen Republik, ca. 100 km östlich von Aleppo. Die Stadt hieß Barbalissos in byzantinischer Zeit und Balis in islamischer Zeit. Obwohl sie bereits aus keilschriftlichen Quellen bekannt war, insbesondere aus den Palastarchiven von Ebla und Mari, waren es die französischen Ausgrabungen aus den Jahren 1972 bis 1976 unter der Leitung von Jean-Claude Margueron, welche die Identifikation der Stadt ermöglicht haben und die Grundlagen für die “Emar-Studien” schufen. Das französische Team legte mehrere Tempel und Wohnhäuser der Spätbronzezeit frei und entdeckte ca. 900 Keilschrifttafeln, überwiegend in akkadischer Sprache. Ihre Veröffentlichung durch Daniel Arnaud in der Mitte der 1980er Jahre erweckte ein großes Interesse nicht nur unter Assyriologen, sondern auch unter Bibelforschern. Seitdem nehmen die Emar-Publikationen ständig zu.

Darüber hinaus wurde die Ausgrabungstätigkeit im Jahr 1996 von einer syrisch-deutschen Mission unter der Leitung von Uwe Finkbeiner wieder aufgenommen, und es konnten mittel- und frühbronzezeitliche Schichten erfasst werden. Im Hinblick auf den andauernden Zuwachs an Emar-Studien sowie auf die neuen Grabungen haben das Institut für Altorientalistik der Freien Universität Berlin und das Instituto de Estudios Islámicos y del Oriente Próximo in Zaragoza, vertreten durch Betina Faist und Juan-Pablo Vita, ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, die Erschließung der Emar-Texte zu erleichtern und die Forschungsarbeit an ihnen zu unterstützen. Zu diesem Zweck werden gerade eine Reihe von Hilfsmitteln vorbereitet und gleichzeitig ein enger Kontakt zu der syrisch-deutschen Ausgrabung gepflegt. Das erste Ergebnis des Projekts ist eine möglichst vollständige Bibliographie, die hier für alle Interessenten zur Verfügung steht.

Die Bibliographie wird in zwei Formen präsentiert: einmal nach Themen, so dass sich ein Literaturzitat unter mehreren Punkten befinden kann, ein zweites Mal in alphabetischer Reihenfolge der Autoren.
Die Bibliographie, einschließlich Rezensionen, wird regelmäßig aktualisiert, und die neuen Titel werden in einem zweijährigen Rhythmus in Ugarit Forschungen erscheinen, wo bereits die erste Ausgabe veröffentlicht wurde (Betina I. Faist, Josué-Javier Justel, Juan-Pablo Vita, “Bibliografía de los estudios de Emar”, UF 35, 2003 [erschienen 2004], 191-230). Daher sind wir für jede übersehene Angabe sowie für Literaturhinweise, die für Assyriologen nicht leicht herauszufinden sind, sehr dankbar. Sie können an eine der folgenden E-Mail-Adressen geschickt werden: bfaist@zedat.fu-berlin.de jpvita@ieiop.csic.es jjjustel@ieiop.csic.es.

 

 

 

   
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